Ich wurde 1989 in Schässburg/Siebenbürgen geboren. Nach dem Sturz von Nicolae Ceausescu, siedelte sich auch meine Familie wieder in der alten heimat an. Von München bis Kornwestheim und letztendlich auf die Schönbuchlichtung nach Holzgerlingen bei Stuttgart verschlug es meine Familie. Meine Mutter zog mich und meine zwei jahre ältere Schwester alleine auf, da mein Vater 1990 auf einer Münchner Autobahn bei einem schweren Unfall verstarb. Somit war es nicht immer leicht für meine Mutter mit uns Zweien. Doch Ihr hab ich zu viel zu verdanken und bin endlos stolz auf sie. Mit 10 Jahren hörte ich die Tapes von Savas, ich kapierte nicht viel von was er redete doch er beeindruckte mich mit seiner Wortgewandtheit und den Beats. Samy Deluxe, Fettes Brot, fantastischen Vier und noch einige andere wurden in den Medien zu der Zeit vorgehoben und die Hip Hop Szene begann sich deutschlandweit zu etablierern. Die Städte Hamburg und Stuttgart dominierten das Geschehen und ich hörte immer mehr von „Underground-Music“. Freestylen auf Beats ausm Radio war mein neues Hobby. Ich begann von den großen die Beats zu rippen, zu mischen und neu zugestalten. Was zukünftig mit mir und der Musik Sache hier passiert kann ich euch nicht sagen. Wir dürfen also gespannt sein…

„Ein mit Theorie und täglicher Übung gepeitschter Konzertpianist legt eine fehlerlose Liszt-Sonate vor und bei dir bewegt sich nicht viel mehr als der Blick zur Uhr. Und irgendein Kid muss nur zwei Griffe an seiner ungestimmten Gitarre probieren, um dich heulend auf den Grund deiner Existenz zurückzuwerfen.
Warum ist das so? Was hat der eine, was der andere nicht hat? Es soll hier gar nicht versucht werden, Antworten auf Fragen zu finden, die bestenfalls für immer ungeklärt bleiben. Es soll hier nur das Moment bestaunt werden, in dem eine Künstler-Biografie und bloße Affekte zu Musik verschmelzen. Damit auch die Immanenz von Pathos, die beispielsweise die Geschichte des Blues-Opas zu einer immer gültigen Sprache und die Soul zu diesem selbst durch Marktpenetranz wenig Schaden nehmenden Universalprinzip werden lässt.
Weder übertrieben leichtfüßig, noch im besessenen Eifer der Ernsthaftigkeit, dafür aber immer relativ unbeeindruckt von Zeitgeisterscheinungen macht meinhardsøn aka menossa seit ein paar Jahren nichts als: sein Ding. Seine Produktionen können einem geradezu unwirklich erscheinen, denn ihre am stärksten aufleuchtenden Markenzeichen sind Demut und Zurückhaltung. Die gängigen karrieristischen Prinzipien, als Techhouse-Produzent vor allem die Peaktime spektakulär ausgestalten zu können, Charthits zu landen und Effekt-maximierend zu arbeiten, scheinen ihn wenig zu kümmern. Er lässt nur ein einziges Prinzip gelten. Ein Prinzip, das für ihn ungleich besser funktioniert. Es ist das Gefühlsprinzip. Ist da
ein Sample schräg angeschnitten, ist das scheißegal. Ein Arrangement bewegt sich außerhalb der Tonlagenarithmetik? Fuck it! Muss da jetzt nicht ein Break hin? Nein. Die Konstruktion von Euphoriemomenten hat sich einer vitalistischen, fühlbaren Dramaturgie unterzuordnen. Man könnte auch sagen: Um die Einsetzbarkeit im Leben. Es ist die Königsdisziplin für eine Musik, der zurzeit im Grunde immer nur ein Soundtrack zur Selbstvergessenheit abverlangt wird.“

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